Es ist geschafft – Uh YEAH

24.05. Es ist Freitag Mittag und Jule wartet schon vorm Büro mit dem Auto. Alle nötigen Sachen sind im Kofferraum und es geht los gen Thüringen. Ich nutze die Fahrt für einen wohlverdienten Erholungsschlaf und werde erst kurz vor Arnstadt wieder wach. Als wir bei Jules Eltern ankommen ist mein Paps auch schon da und wir Männer beginnen sogleich mit einer Streckenanalyse. Ehrlich gesagt meint das eher, dass Hei – Jules Paps – als erfahrener Rennsteigmarathoni mit uns anhand einer Karte die Strecke durchgeht. Er weist uns auf Besonderheiten wie den Hohlweg, den besten Haferschleim am Masserberg und das Bier kurz vorm Ziel hin.

Die Damen haben sich netterweise um ein sehr üppiges Abendbrot gekümmert und als die Jenaer ankommen wird ordentlich geschlemmt. Es heißt noch einmal sämtliche Energiespeicher aufzufüllen. Nach einem Bierchen zur Beruhigung gehts dann auch nicht soo spät – war noch vor 23:00 Uhr – ins Bett.

25.05. Der Große Tag ist da, hierfür habe ich trainiert und mich teilweise ordentlich gequält. Hoffentlich wird es ein toller Tag. Regen und Schnee aus dem Wetterbericht lassen das Schlimmste erahnen. Dank meines Schatzes bin ich aber gut ausgestattet auch bei Regen. Es gab nämlich noch ein Motivationsgeschenk:

Meine erste Laufjacke

Schick oder?😉

Die Halbmarathonis verabschiedeten sich um 5:30 gen Oberhof. Und wir Marathonis konnten uns in Ruhe und relativ entspannt fertig machen. Nicht zuletzt weil Bilder aus Neuhaus – per Whatsapp erhalten – zeigen, dass es eventuell doch bessere Wetterbedingungen geben wird als erwartet. Um 06:30 fällt der erste Startschuss des Tages und es geht los von Arnstadt nach Neuhaus. Nachdem wir angekommen sind steigt die Laune noch weiter. Kein Regen, kein Schnee es ist nur etwas kalt, aber das ist kein Problem. Wir sind gut drauf:

Gemeinsam am Start

Die letzten Minuten vorm Start beschäftigen wir uns mit dem organisieren unserer Startunterlagen, Klamotten für danach werden im obligatorischem gelben Beutel verstaut und zu den VerladeLKW´s gebracht. Die Beutel sind mit den individuellen Startnummern versehen und werden zum Ziel gebracht und dort nach Nummern und Rennstrecke sortiert auf eine Wiese gelegt. Wenn man selbst das Ziel erreicht hat kann man sich dort dann einfach seinen Beutel holen und dann duschen gehen. Aber jetzt geht es erstmal darum soweit zu kommen. Jeder erledigt noch einmal sein persönliches Geschäft – WICHTIG – und trifft letzte Vorbereitungen. Hier will ich euch kurz die Dinge darstellen, die mir unheimlich geholfen haben, auch wenn es sich nicht um erotische Hochgenüsse handelt, aber es gehört dazu😉

Das Nippelpflaster – Wichtig für alle die auch nur im entferntesten einen Hang zu wunden Nippeln haben. Jeder der schon einmal blutverschmierte  Laufshirts gesehen hat oder es am eigenen Leib erfahren hat wird auf diese Pflaster vor allem für lange Läufe nicht mehr verzichten.

Die Vaseline, der natürliche Feind des Wolfes – nein es geht hier nicht um irgendwelche zwielichtigen erotischen Vorlieben, viel mehr kannte ich es schon von früher auf 30 km Märschen und mittlerweile habe ich es auch auf einigen der längeren Trainingsläufe erlebt. Man kommt an, ist total geschafft, geht duschen und merkt einen brennenden Schmerz auf den Innenseiten der Oberschenkel. Dieses „Wundlaufen“ nennt man im Volksmund auch sich-einen-Wolf-laufen. Meiner Recherche von diversen Zeitschriften und Artikeln sei dank habe ich noch in der Woche vor dem Start vom Wundermittel Vaseline gegen den Wolf gelesen. Ohne es jemals getestet zu haben hab ich mich einfach drauf verlassen und vor dem Start großzügig aufgetragen. Und ich kann vorweg sagen – SAU GUT – nichts war Wund nach dem Lauf, das fand ich echt klasse und kann somit nur jedem empfehlen, der da ähnlich empfindlich ist wie ich.

Aber nun ist es so weit. 2877 Starter finden sich ein um gemeinsam. der Tradition folgend, am Start den Schneewalzer und das Rennsteiglied zu singen. Der Startschuss ertönt und das Gewusel beginnt. Hier gibt es dann auch gleich die erste Enttäuschung, wie versprochen will ich für euch das Runtastic-Live Tracking starten, aber die Datenverbindung funktioniert nicht. Bis zum km 3 versuch ich alles, aber heute weiß ich, dass das Datennetz schlicht überlastet war und ich somit keine Chance hatte. Bei km 3 geb ich dann endgültig auf und starte das offline Tracking, bis hierher trägt Paps meine Jacke und meine Handytasche. Ich sch§$%& also auf die Technik, stöpsel mir Musik ins Ohr und lege so richtig los. Beherrscht versuche ich nicht zu überpacen, gleichzeitig sind wir aber aufgrund der technischen Probleme fast ganz hinten gewesen als die Startlinie überquert wird und es beginnt ein Marathon auf der Überholspur. Bis Kilometer 20 überhole ich nur ohne selbst überholt zu werden. Dabei bin ich gerade in den Waldpassagen wohl etwas zu aggressiv – ich nutze die Böschungen rechts und links der Waldwege um hier auf noch unwirtlicherem Terrain an anderen Läufern vorbei zu hetzen. Ab km 10 nutze ich jede Verpflegungsstelle. Der viel-gelobte Haferschleim bekommt mir sehr gut und Vita Cola ist mir auch ein lieber Begleiter. Hierbei kann man noch erwähnen, dass die Betreuungsvereine der Einzelnen Verpflegungsstationen sich einen richtigen Wettkampf bei der Herstellung des Schleims liefern. Darüberhinaus gibt es noch ein paar Becher Tee, Wasser, Iso-Getränk und Banane. Während des Laufs begegnen mir auch einige sonderbare Läufer. Eine etwas betagtere Dame läuft barfuß und immer wieder rennen Einige rückwärts – soll wohl schonend für den gesamten Laufapparat sein. Auch ziemlich imposant sind die Fans am Streckenrand. Durch die regelmäßigen Anfeuerungen kann man über einige Schmerzen hinwegsehen und fühlt sich ein wenig wie ein Star. Bei km 11 gibt es wieder ein technisches Problem – die Musik geht einfach aus. Ich denke im ersten Moment, dass der Akku leer ist und steck die Kopfhörer in die Jacke um mir selbige dann um die Hüfte zu binden – es wird langsam wärmer. Bei dem nächsten Kilometer ertönt aber die Stimme meiner netten Runtastic Begleiterin, die mich anfangs noch so schmächlich im Stich lies und machte deutlich, dass der Akku noch nicht aufgegeben hat. Erstmal wollte ich nun aber weiterlaufen ohne schon wieder kramen und tippen zu müssen. So ging es dann ganz gut voran. Immer wieder erkennt man einige Mitläufer wieder, die einen überholten und wieder eingeholt werden oder umgekehrt. Interessant, wie so aus einem Lauf eine richtige Aneinanderreihung von verschiedenen Wettkämpfen wird. Auch hilft es mir die Zeit zu vertreiben. Aber dann kommt der km 31, das Schild steht rechts vom Weg und es geht direkt bergauf, bis hierher bin ich nur hin und wieder in den Verpflegungsstellen und gezwungener Maßen im Hohlweg ins Gehen gekommen – der Hohlweg ist wohl der trailintensivste Teil des Rennsteigmarathons und es ist nicht möglich rechts oder links zu überholen, da die Wände zu hoch sind. Aber zurück zu km 31. Ich dachte ich muss aufhören – der sprichwörtliche Mann-mit-dem-Hammer hat mich erwischt. Erst einmal ging ich den Berg hoch ohne zu rennen. Gleichzeitig habe ich begonnen ein richtiges Zwiegespräch mit mir zu führen. Das hört sich zwar etwas Psycho an, ist aber wohl normal😉 . Schließlich schaffe ich es einen Kompromiss mit mir selbst auszuhandeln: Jede noch so kleine Erhöhung wird gegangen, dafür finishe ich die 43.5 km. Zeit ist ab jetzt nur noch nebensächlich. Ein gewisser Tunnelblick ist die unmittelbare Folge und führt leider dazu, dass ich das viel-gelobte Bier übersehe – naja ein Grund mehr nächstes Jahr erneut an den Start zu gehen😉

Kurz vor Schluss erwartet mich dann ein großer Teil der KLA direkt an der Strecke und Jule rennt sogar ein paar Meter mit.

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Schließlich erreiche ich nach 43.5 km und 4 Stunden 37 Minuten und 14 Sekunden endlich die Ziellinie in Schmiedefeld und bin überglücklich! Wie ihr der Urkunde entnehmen könnt habe ich die reguläre Marathondistanz sogar unter 4:30 geschafft – Uh Yeah😀

Urkunde

Geschafft

 

 

Nach dem Lauf haben wir es uns dann im Zelt nochmal richtig gut gehen lassen.

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Als Fazit kann ich euch sagen, dass der Marathon eine der extremsten Erfahrungen meines Lebens war und ich nun Blut geleckt habe. Im Juli folgt ja erstmal der Triathlon und dann…. sehn wir weiter. Ich hoffe ihr bleibt mir treu.

Mit sportlichen Grüßen

Euer Marathonfinisher😀

Treffen der Generationen kurz vor Schluss

Lange habe ich euch zappeln lassen was meinen nächsten Artikel angeht. Bitte entschuldigt, aber ihr werdet gleich sehen, wieso ich die letzten 3. Sonntage nicht in der Lage war und mich nun dafür unter der Woche am Riemen reiße und euch einen Einblick gebe wie es aussieht so kurz vor dem 1. Großen Ziel.

Ja am Samstag ist es soweit und trotz dem ich aus meiner Sicht ganz ansehnlich an meiner Leistung gearbeitet habe, kann ich euch sagen – ICH HAB SAUMÄßIG GROßEN RESPEKT – vor:

43,5 Kilometer Starthöhe 820 m NN; höchster Punkt 841 m NN; Zielhöhe 711 m NN in Schmiedefeld. Teilnehmer ca. 3200.

Aber lasst mich euch auf den gemeinsamen Stand bringen. Ich werde euch heute an den letzten 3. Trainingswochen teilhaben lassen und schließlich darf – wer will – meinen Laufstil bewerten, mal schauen wer von euch auch das Zeug zum Hobbieläufer hat😉

Wie ich schon zu Beginn des Blogs erzählt habe war es mein Vater, der mich von der Idee überzeugt hat dieses Jahr mit ihm gemeinsam den Rennsteigmarathon zu laufen. Natürlich haben wir im Zuge der Vorbereitung auch unsere Erfahrungen ausgetauscht. Schon früh ist dabei die Idee entstanden, gemeinsam die lange Trainingsstrecke des anderen einmal gemeinsam zu absolvieren. Immer weiter haben wir es hinausgezögert, bis es am 29.04. endlich soweit war:

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Wir sind zu diesem Zeitpunkt beide stolz das bisherige Training erfolgreich und ohne Verletzung überstanden zu haben, aber wir haben auch noch einen knappen Trainingsmonat vor uns und wenigstens noch zwei Langstrecken. – Überlegt euch mal wie oft ihr in eurem Leben bisher 10 km am Stück gerannt seit und ich finde nach rund 300 Trainingskilometern in etwas weniger als 2 Monaten nur noch die Langstrecken jenseits der 20 km erwähnenswert, schon krass oder? – Da standen wir also, vor uns eine Langstreckenhöheneinheit im Pfälzer Wald. Wetter war nicht soo prickelnd, aber es hat auch nicht in Bindfäden gegossen. Paps du hast mir eine ähnliche Strecke angekündigt wie du sie in der vorherigen Woche gelaufen bist. Das meinte so ca 27 km und um die 700 Höhenmeter. Nachdem wir unterwegs entschieden haben den „Kalmit“ endgültig zu bezwingen, uns dann noch ein wenig verlaufen haben und schließlich auch noch fast unsere Schuhe verloren haben weil ein paar Schlammabschnitte sie behalten wollten, war ich auf alle Fälle mehr als glücklich und stolz mit dir gemeinsam unseren individuellen, bisherigen Strecken- und Höhenmeterrekord eingestellt zu haben. Laut Runtastic und Handy GPS sind wir in dreieinhalb Stunden, rund 30 Kilometer mit rund 1000 Höhenmeter gelaufen – WOW.

Vor allem konnte der Lauf mir zeigen, dass ich Höhenmeter bezwingen kann. Gerade für die Moral war das eine wichtige Erfahrung. Als Belohnung gab es dann auch super leckeren Spargel. VIELEN DANK ihr Lieben für das tolle und trainingsreiche Wochenende.

In der folgenden Woche waren es für Paps und mich 27 km und nur 420 Höhenmeter auf meiner Langstrecke. Hier haben wir aber beide eine bisher einzigartige Negativerfahrung gemacht. Fast der gesamte  letzte Kilometer musste gegangen werden. Die Luft war eindeutig raus. Aus den anfänglich großen Worten: „Heute werden wir die 30 km endgültig einstellen (in der vorherigen Woche waren es „nur“ 29,9) “ wurde im Laufe der Einheit: „Also ich bin froh wenn wir angekommen sind und du…? – Ja ich definitiv auch!“ Ob es nun am hauptsächlichen Betonbelag der Strecke oder auch an dem vergangenen Laufevent der letzten Woche lag wissen wir nicht. Der Kreis schließt sich also und ihr könnt jetzt vielleicht meine einleitenden Worte nachvollziehen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass dies meine letzte lange Trainingseinheit war. Auch weil wir am darauffolgenden Wochenende Besuch bekamen, aber vor Allem, weil in der dann folgenden Woche ein Schmankerl auf dem Programm stand. Ich hatte die Möglichkeit dienstlich am Lehrgang zur Ausbildung des Lauftreffbetreuers teilzunehmen.

Voller Vorfreude begab ich mich also am Montag(13.05.) gen Karlsruhe. Auf dem Lehrplan standen Theorieunterrichte zum Thema Laufstil, Verletzungsprophylaxe und Trainingslehre. Die Praxiseinheiten waren, Stabigymnastik, Ropeskipping, Sling-Training, Balanceboard, Lauf-ABC, Laufstilanalyse, (Nordic)-Walking, Barfußlaufen, Intervalltraining und als Highlight Run-and-Bike über 16 km. Es hat wirklich total Spaß gemacht und es war echt hilfreich mit 15 Lehrgangsteilnehmern von insgesamt 3 Sportlehrern, die auch neben den eigentlichen Einheiten für sämtliche Fragen zur Verfügung standen, betreut zu werden. Kurz will ich euch erläutern, was Run-and-Bike ist. Es geht darum mit einem Partner eine Intervalleinheit zu absolvieren. Man wechselt sich auf dem Fahrrad beispielsweise jeden Kilometer oder alle X-Minuten ab. Der Läufer wird jeweils heftig gefordert und der Radler kann sich auf dem Bike aktiv erholen. Vorteile gegenüber regulärem Intervalltraining sind vor allem die Schonung der Gelenke, annähernd unabhängige Leistungsniveaus des Teams und die Strecke, die deutlich länger/interessanter gewählt werden kann. Das werde ich sicher noch einmal ausprobieren.

Eine meiner intensivsten Einheiten – wenigstens was die Geschwindigkeit angeht – habe ich ebenfalls auf diesem Lehrgang absolviert. Es ging um ein Intervalltraining mit 600 m Intervallen unter 3 Minuten. Davon insgesammt 10 Wiederholungen mit jeweils 400 m Trabpause. Es führte zu einer meiner schnellsten 10 km Zeit von 53 Min und 30 Sek. Für euch könnte es spannend sein, zu sehen wie ich mit 10 Intervallkilometern noch vor mich hinhechele:

Und im Vergleich dazu ein Video, welches zu Beginn des Lehrganges von mir im ausgeruhtem Zustand gemacht wurde:

Und was denkt ihr? Gebt gerne eure Tipps und Meinungen ab, ob ihr denkt, dass meine Leistungen für Samstag reichen oder nicht.

Die „Oder-Nicht“ Meinungen dürft ihr auch für euch behalten😉  Schließlich kamen heute noch zwei Zeitschriften zum Thema Triathlon Training an. Mit dem Marathon, von dem ich euch auf alle Fälle berichten werde wird es also wirklich nicht vorbei sein.

Euch allen möchte ich aber an dieser Stelle auf alle Fälle schon jetzt noch einmal für euren support danken!

Sport Frei!

Und immer wieder Sonntag… – und mein erster Video

Heute will ich euch noch mehr Einblick in meine Erfahrungen mit dem Sling Training geben und natürlich nen Abriss über die vergangene Trainingswoche und meine Gedanken dazu.

Ich war etwas Lauffaul kann ich euch sagen. Den Ersten Lauf gab es erst am Donnerstag, warum kann ich euch gar nicht so genau sagen. Ich will mich halt wirklich an die 3-1-2-1 Regel halten. Meint 3 Tage Training, 1 Tag Pause, 2 Tage Training und wieder ein Tag Pause. Auch muss ich den Triathlon etwas im Auge behalten und schließlich  habe ich Bock auf ein bisschen Krafttraining.

Das führte also zu folgendem Training in dieser Woche:

Dienstag Schwimmen (30 Min für 1.5 km) war sau nice, hab mich richtig gut gefühlt und war auf die Leistung echt stolz.

Mittwoch etwa 90 Min in der Mukkibude mit Jule, dabei versuch ich Hauptsächlich auf Oberkörperstabilisation zu gehen  und auch ein wenig für die Beine zu machen. Interessiert euch mein mehr oder weniger genauer Zirkel?

Donnerstag gab es dann lockere 12 km, bei schönem Wetter – war schon fast ein wenig zu warm.

Samstag das erste Highlight mit ca 45 Min Sling Training. Ich sag euch ich liebe das echt. Es fühlt sich echt an wie für meine Bedürfnisse gemacht, Jule macht es auch Spaß und Verbesserungen stellen sich schnell ein. Auch der Ausblick auf zukünftige Übungen zeigt, dass das Ende der Fahnenstange noch viele Monate entfernt ist – Genial! Meine Begeisterung will ich diesmal  auch wie versprochen mit etwas mehr Medien untermalen.

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Um eine noch bessere Vorstellung zu bekommen seht ihr hier auch mein Erstes – zwar kurzes aber Oho^^- Video. Viel Spaß damit, vielleicht kann ich euch ja mit meiner Begeisterung für das Sling Training auch erreichen.

Ein kurzer Exkurs zum Namen: Sling Training ist der Oberbegriff für Training mit Hilfe von zwei freischwebenden Seilen, die wenigstens eine Schlaufge für Hände und häufig eine weitere für die Füße haben. Entwickelt wurde das Training wohl bei den Navy Seals, mit dem Wunsch auf möglichst engem Raum ein Ganzkörpertraining mit möglichst variabler Schwierigkeit zu erreichen. Der mittlerweile bekannteste, aber auch deutlich nicht der günstigste Anbieter solcher Slings ist die Firma TRX. Deswegen wird Sling Training auch häufig als TRX Training bezeichnet. Falls hier Interesse besteht, kann ich gerne in den Kommentaren mehr Infos einfließen lassen, will euch hier aber nicht zutexten.

Aber nun zum absoluten Highlight dieser Woche. Heute war keine Ausrede mehr drin. 2 Wochen ist es her, dass ich letztmalig über 2 h 30 min gelaufen bin und wer sich erinnert – nein es war nicht schön…. Heute war es also wieder soweit. Meine Vorbereitung für so einen Lauf von jenseits der 22 km dauern schon ein wenig. Pflicht sind Laufsocken, Funktionsunterwäsche, Pflaster für… naja ratet mal😉 – Laufschuhe mit mindestens einem Tag Belastungs-pause,  Nägel Check, Inhalt des Laufgürtels – in der Regel 2 x 220 ml Wasser und 3 Proteinriegel, damit komme ich bisher gut zurecht-, Wettercheck – kurz kurz ; lang lang; kurz lang; mit oder ohne Kopfbedeckung? – heute hieß es unten kurz oben lang mit Kopfbedeckung. Los gehts, RUNTASTIC an und ab dafür, Strecke kannte ich mittlerweile und ich sage euch es war toll. 22 Anfeuerungen haben mich echt toll gepusht. Das Wetter war nach meinem Geschmack perfekt, nicht zu kalt kein Regen – TOP! Es war echt der Hammer, kein Vergleich zum Lauf von vor 2 Wochen. Klar die Beine tun weh, aber es ging irgendwie alles viel lockerer und soooo stark sind die Schmerzen nicht.

Schließen möchte ich heute mit einem – HERZLICHEN DANK – es ist echt toll wie ihr mich unterstützt, mir Kraft gebt und Mut zusprecht. Und immer wieder schön anfeuern, gerade bei den langen Läufen werd ich immer die Liveverfolgung anmachen.

Sport frei!

Sie hat JA gesagt :D

Hallo zusammen,

Ostern 2013 werde ich wohl nie vergessen. Nachdem ich mit mir selbst endlich über dass wie und wo einig war, kam das Osterwochenende auch sehr schnell näher. Nachdem ich – wie es sich in meinen Augen gehört – ganz offiziell von Jules Eltern ihren Segen für unsere gemeinsame Zukunft erhalten habe, waren alle Vorbereitungen abgeschlossen. Im Zuge der Ostereier Suche habe ich dann ein romantisches Geschenk versteckt und als Jule ihre Suche – wie ihr euch vorstellen könnt ging das mit dem Finden für meinen Geschmack viel zu schnell – beendet hat habe ich mit Kniefall um Ihre Hand angehalten.

Dieser für mich unheimlich schöne Moment ist in Kurzform Teil des Blogs, weil ich von euch auf meine Geschichte am Anfang viel Feedback hinsichtlich des potentiellen Antrags bekommen habe. Er ist aber hier trotzdem sehr kurz gehalten, weil ich ja über den sportlichen Werdegang schreiben will.

Sportlich hat sich seit dem Letzten Eintrag einiges Getan kann ich euch sagen, die ersten 28 km am Stück, der erste Wettkampf der Saison, Umstellung des Trainings Rhythmus auch aufgrund von eventueller Überlastung und auch eine für mich neue Art des Krafttrainings waren für mich die Highlights.

Ich habe euch davon erzählt, dass ich meinen Trainingsplan über die App MiCoach erhalten habe, hier sind 2 Tage in der Woche als Ruhetage vorgesehen gewesen. Das bedeutete für mich also 5 Tage die Woche rennen. Zugegeben nicht immer schnell und auch nicht immer weit, deswegen hat sich das anfangs für mich ganz stimmig angehört. Leider war es nach ca 2 Wochen Training wohl etwas zu viel für meine Beine, mein linkes Knie hat sich immer mal wieder mit leichten Schmerzen gemeldet und im rechten Fuß waren auch leichte aber häufige Schmerzen vorhanden. Der erste Wettbewerb des Jahres (Osterlauf Heyda ) war zwar mit 1 h 14 Min und 6 s auf 13,4 km nicht der langsamste bisherige Wettkampf, aber ich wollte die Reißleine ziehen, nicht dass mein erstes Große Ziel noch real gefährdet wird. Also Lauftraining umgestellt auf 3 mal die Woche, wobei ich mich jeweils spontan entscheide ob Sa oder So die LANGE Runde ansteht. 1-2 Mal dazu kommen in der Woche noch Krafttraining und 1 Mal Schwimmen(50-80 Minuten). Seit dem sind die Schmerzen auch verschwunden und ich fühl mich super😀 Um euch noch mehr teilhaben zu lassen, habe ich dann auch die App hin zu Runtastic gewechselt. Gerade bei den langen Trainingsläufen kann ich euch somit live am Training teilhaben lassen. Schaut einfach regelmäßig gerade am Wochenende mal auf meinem Facebook Profil vorbei.

Hinsichtlich des Krafttrainings gab es einen total coolen Zufall: Mein Arbeitgeber investiert Zeit und Geld dafür einige seiner Mitarbeiter mit Hilfe von Weiterbildungen zu Übungsleitern auszubilden. Als Teilnehmer einer solchen 2-tägigen Weiterbildung hatte ich das erste Mal Kontakt mit Sling-/TRX-Training. Dieses Training beinhaltet 2 Seile mit Handgriffen und Fußschlaufen, an denen man mit Hilfe seines eigenen Körpergewichts Kraftübungen durchführen kann. Für mich besteht der Charme dieses Trainings zum einen in der Coolness der Übungen, klingt komisch ist aber wirklich so. Zum anderen ist ein Trainingseffekt, die Stärkung der Stabilisation des ganzen Körpers. Dies ist in meinen Augen hervorragend für die Unterstützung aller drei Ausdauersportarten geeignet und darüberhinaus hat Jule gesagt man erkennt schon in aller ersten Zügen ein Sixpack – SAUGEIL😀 hätten ihr gedacht, dass ich echt mal in die Nähe von so etwas komme?

Ich hab nun viel über das drumherum erzählt, aber ich will euch auch noch vom eingemachten erzählen. Vergangene Woche am Sonntag stand ein 3 h 10 Min Lauf an. Ich habe blauäugig gedacht, dass wird schon, die 10 km taten vor einem Jahr noch weh, aber dann im Zuge der Weiterentwicklung waren 20 km  auch gut schafbar, 28 km wird dann doch auch drin sein – denkste . Also ohne Witz, dass war echt hard! 20 km alles ok, 22 km, auch alles gut, aber dann: Es wurde langsam kälter, 2 h waren um, Getränke und Powerups (Proteinriegel, Gel etc…) neigten sich dem Ende und es waren noch verdammte 5 km zu laufen. Die Beine taten nur weh, ein „Wolf“ wurde mein treuer Weggefährte und ich musste weiterlaufen. In diesem Moment habe ich mich auch für den diesjährigen Marathon endgültig von dem Ziel verabschiedet, den Rennsteig unter 4 h zu überwinden. Schließlich war das Gefühl als ich endlich zu Hause war und Jule sich wirklich rührend – Danke dir liebste Verlobte an dieser Stelle für deinen unheimlich tollen Support, ohne dich ginge das Alles gar nicht – um mich gekümmert hat war ich SAUSTOLZ. Es ist eben schon während des Trainings regelmäßig eine radikale Herausforderung an seinen eigenen Körper und wenn man es mal wieder geschafft hat, dann bin ich einfach nur stolz und beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers.

Bis zum nächsten Mal und Sport frei

Eure ersten Reaktionen und meine vergangene Trainingswoche der persönlichen Superlative

Erst einmal vielen Dank euch allen für das durchweg positive Feedback. Es war sehr interessant die ganze Bandbreite der Reaktionen zu erfahren von: „Du bist ja verrückt, das wär mir viel zu anstrengend.“ bis: „Boah wie geil, man bin ich stolz auf dich. Hoffentlich schaffst du das. Ich drück dir auf alle Fälle die Daumen.“ über: „Boah, da musst du ja echt viel Laufen, wann willste das denn alles schaffen?“. Auch möchte ich euch hier auf einige Anmerkungen direkt antworten:

Nein ich habe Jule noch nicht gefragt und wenn erfahrt ihr es sicher als erste – oder auch nicht, aber das versteht ihr dann auch sicherlich😉 .

Ja ich werde Feieraktivitäten auf ein Mindestmaß beschränken. Diese von mir etwas kurzfristig angestrebten Ziele erfordern auch ein hohes Maß an Selbstdisziplinierung in jeglicher Hinsicht. Meine persönliche Disziplin will und muss ich in den Vorbereitungen ausbauen um eine Chance zu haben die angestrebten Ziele zu erreichen.

Auch auf die Angebote für Unterstützung komme ich bei Bedarf gerne zurück, am Liebsten wäre es mir natürlich wenn am Ende meiner Artikel sich Anregungen von euch zu meinem beschriebenem Trainingsfortschritt finden ließen. Beiträge jeglicher Art von euch sind natürlich alle herzlich willkommen, vor allem motivierende Beiträge😀 , aber auch Anmerkungen was ihr gerne lesen würdet, auch auf die Frequenz und Länge der Artikel dürft ihr gerne eingehen.

Kommen wir nun zu meiner heute zu Ende gehenden Trainingswoche. Ich habe zufällig entdeckt, dass meine Laufapp MiCoach auch die Erstellung eines Trainingsplans bietet . Dies habe ich genutzt und ihn diese Woche das erste Mal angewendet. Ich erhoffe mir davon einen Motivationsschub und es ist einfacher für mich einem „Befehl“ zu folgen als mir alles selbst auszudenken. So schaue ich nun jeden Morgen auf mein Handy in meine App und sehe entweder eine zu absolvierende Einheit oder den wohltuenden Satz: „Sie haben heute Frei“. Dabei sind die Einheiten auf die zu absolvierende Laufzeit ausgelegt. Deswegen habe ich auch hier meine Herangehensweise geändert: weg von den zu laufenden Kilometern hin zu den zu laufenden Minuten. Gerade in meiner Form, die noch nicht die besten Laufzeiten zulässt ist diese Herangehensweise recht motivierend. So habe ich diese Woche bisher eine gesamte Laufzeit von 295 Min und 42 Sekunden absolviert und 30 Minuten werden heute noch folgen. Ihr seht ein leichter Unterton von Stolz schwingt in den Buchstaben mit😉. Die Laufeinheiten teilten sich auf Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag auf, wobei Samstag das bisher intensivste Laufevent meines Lebens war, was Entfernung und Zeit angeht:

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Rechts seht ihr was 2 h 45 Min und knapp 23 km quer durch Stuttgart an Spuren hinterlassen haben. Links seht ihr wie sich ein „echter Sportler“ zu motivieren weiß. Sind die Schuhe nicht saugeil? Laufen tue ich in Ihnen auf alle Fälle wie auf Wolken.

Aber nun zu den Einheiten im Einzelnen und in chronologischer Folge:

Montag gab es eine kleine Intervalleinheit. Das Wetter war sehr angenehm und somit gingen die 35 Min schnell vorbei.

Dienstag ist laut MiCoach Erholung angesagt, aber Schwimmen geht immer. Frei nach diesem Motto ging es auch wieder ins Schwimmbad und ich habe es prompt geschafft erstmalig 1,5 km durchzukraulen. Das Ganze auch noch in ca. 40 Minuten (Superlativ Nr. 1). Man was ein Erfolgserlebnis. Ich war total beeindruckt, vor allem aufgrund der signifikanten Verbesserung zur vorherigen Woche.

Mittwoch stand ein etwas längeres Intervalltraining auf dem Display. Ich absolvierte die Einheit in den Weinbergen und es war wirklich kein schönes Wetter. Es gab Schneeregen und war schon sehr windig. Ehrlich gesagt war das bisher eine der besch§$%& Einheiten. Vor meinen diesjährigen Plänen hätte ich bei den herrschenden Bedingungen  wahrscheinlich gesagt: „Boah wie geil ist denn das Fernsehprogramm heute.“ oder: „Heute ist ein perfekter Tag um meinen Skill zu verbessern, ich sollte mindestens 3 h für Starcraft einplanen um nen ordentlichen Lauf zu produzieren.“ oder auch sehr beliebt: „Schatz, wollen wir heut nicht Essen und anschließend ins Kino gehen?“😉 . Aber nein, ich hab durchgehalten und die Einheit gut zu Ende gebracht.

Freitag gings für 47 Min aufs Laufband mit den neuen Schuhen bei moderater Geschwindigkeit. Ging super.

Samstag stand schon die ganze Woche wie eine Gewitterwolke in meinem Kopf. Es blitzte immer wieder der Gedanke auf, ob ich für die angestrebte Einheit von 2 h 50 Min wirklich bereit bin. Auch ergaben sich spannende praktische Herausforderungen: Wo laufe ich überhaupt? Was nehme ich mit? Wie transportiere ich das alles?

Ich hab hier zu Hause eine ca. 10 km Lange Runde, aber 1. mag ich keine Rundenläufe und 2. reichen 2 mal 10 km nicht um 2 h 50 Min zu laufen. Also Google herausgefordert mit den Suchbegriffen Laufstrecke / Wanderstrecke und fündig geworden auf:

http://www.wandermap.net/

Route_ möhsondeg _ Wandermap

Die Route war von mir daheim gut zu erreichen und 20 km lang. Immernoch zu kurz, hab ich es trotzdem hingenommen, schließlich ist die Strecke unbekannt und ich muss ja auch noch zur Strecke kommen. Dies hat sich dann auch bewahrheitet und ich war wirklich froh nach 2 h 45 Min wieder zu Hause zu sein. Die Beine waren auch echt weit hin. Ich habe mir dann für die Strecke 2 Powergels und einen Riegel mitgenommen um mal zu merken womit ich besser klar komme. Leider ist die Antwort hier nicht so befriedigend. Ich habe den Riegel kaum herunterbekommen – kauen und laufen stinkt – und die Gels sind schon nicht sooooo lecker… aber der Energieschub ist geil und man freut sich unterwegs richtig auf den nächsten „Imbiss“. Transportiert habe ich die Riegel in der Rückentasche meines Fahrradshirts, welches ich über meinem Langarmlaufshirt getragen habe – danke nochmal Schatz für die tolle Idee. Die Strecke hab ich anhand der Karte gefunden, die ich mir ausgedruckt habe und die ganze Zeit in der Hand hielt – hätte es zu regnen angefangen hatte ich noch eine Mülltüte für den Notfall dabei um die Karte darin weiter zu transportieren. Dank des tollen Wetters und des persönlichen erfolgreichen Superlatives war das insgesamt ein echt toller Lauf.

Also die Motivation ist nach wie vor weit oben. Ich hoffe das bleibt und ich freue mich schon auf die nächsten anspruchsvollen Trainingswochen.

Die erste wirkliche Vorbereitungswoche ist um

Wirklich meint in diesem Fall, dass es nicht mehr planlos vorwärts gehen soll. Ich versuche mich grob an grundlegender Trainingslehre (nein ich bin kein Sportwissenschaftler oder Ähnliches, aber mit ein paar Büchern und etwas Lektüre hört sich alles viel stimmiger an als ohne – ich steh auf Bücher, kann man dann danach immer so schön klugscheißen😉 ) zu orientieren und will euch hier einen kurzen Rückblick über die erste Woche geben.

Grundsätzlich habe ich folgendes bis zum Marathon geplant:

1. Regelmäßig(wenigstens 1 mal pro  Woche) schwimmen, da es mir hier noch an grundlegender Kraultechnik mangelt.

2. Wenigstens 30 km pro Woche laufen, 40 km sollten es auch mal sein.

3. Radfahren nur, wenn ich mit meinem Laufpensum durch bin.

4. Stabitraining wenigstens einmal pro Woche, da der Benefit für alle drei Sportarten enorm sein soll und das Zeitinvestment nicht groß sein muss, gem. Literatur bringt ein 30 Min Zirkel pro Woche schon deutliche Verbesserung. Nebenbei hilfts auch beim Bodyforming, da freut sich die Liebste😉

Wie hat es nun diese Woche mit den Zielen geklappt?

Begonnen habe ich am Montag mit 9,6 km in 60 Min in den Weinbergen um Stuttgart. Ziel war es einfach mal ein wenig zu schaun wie es so ist mit dem hügeligem Terrain fertig zu werden. Durch das hervorragende Laufwetter hat es total Spaß gemacht und meine Motivation wurde gefördert. Es ist echt schön, nach einer langen kalten und dunklen Phase wieder draußen bei Licht und milden Temperaturen den Lauf genießen zu können.

Dienstag ist Schwimmen angesagt, dass versuch ich auch so beizubehalten. Diese Woche hat es sehr gut geklappt, ich merke wie die kraulbare Strecke für mich immer länger wird. Auch bin ich mit erfahrenen Schwimmern im Bad, die mir entscheidende Tipps geben können. Diese Woche wurde ich darauf aufmerksam gemacht, das bei meinem Armzug das „S“ zu verkrüppelt ist und ich nach hinten nicht genug druck entwickle. Auch sind meine Arme nicht tief genug. Der Dienstag war also ein voller Erfolg(Daten: ca 1,5 km in ca 50 Min).

Donnerstag ging es dann an einen richtigen kleinen Berg. Das Ergebnis mit 7.2 km in 52:20 spricht für sich, aber durch die Höhenmeter hoffe ich mich gut auf den Rennsteig vorzubereiten.

Heute habe ich die Woche im Fitnessstudio mit nem 9er Lauf beschlossen, meint so lange neun Kmh laufen, bis wir wieder zurück müssen. Nach 70 Min war ich nicht allzu traurig das Laufband verlassen zu „müssen“. Hier muss es noch deutliche Steigerungen geben! Ziele waren erfolgreich, nämlich: Lauftechnik konzentriert umsetzen, mit den Stichworten Frequenz, Läuferdreieck, Mittelfuß-Lauf und einer angespannten Rumpfmuskulatur:

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Alles in allem bin ich mit dieser Woche zufrieden, das Laufpensum muss sich auf alle Fälle noch erhöhen, aber der Anfang ist gemacht.

Schließlich will ich euch auch nicht vorenthalten, dass ich mich heute endgültig für den Triathlon in Hamburg am Sa 20.07.2013 angemeldet habe und ebenfalls für den Osterlauf in Heyda über die 18,5 km. Das ist sicherlich ein guter Trainingslauf.

 

Wie Alles begann…

…Alles? Nein keine Sorge, ich werde nun nicht mit Geschichten von Äpfeln, einem Mann und einer Frau anfangen. Auch werde ich nicht mit dem bestimmt sehr angenehmen Gefühl beginnen, an welches man sich nicht mehr bewusst erinnert, als man sich noch im Bauch seiner Mutter befand. Schließlich habe ich auch nicht vor, hier vor euch meine Kinder- und Jugendzeit auszubreiten. Mit „Alles“  meine ich den Beginn meiner sportlichen Ziele.

Kurz nach Beginn meines Studiums, im Jahr 2007 habe ich durch äußerst glückliche Umstände die aus meiner Sicht tollste Frau der Welt kennengelernt. Vielen von euch geht es hoffentlich ähnlich und auch ihr habt potentiell einige Überraschungen, die mit einer neuen Liebe einhergehen, schon erlebt. Bei mir war es die Sportbegeisterung, die der Familie meiner neuen Liebe inne wohnt. Ich muss wenigstens kurz erwähnen, dass es bis Dato meine sportliche Höchstleistung war, mal 2 Monate am Stück 1 Mal wöchentlich für 10 Minuten joggen zu gehen – oder so ähnlich😉 . Also Sportbegeisterung trifft auf Fastfood-Fetisch – das kann ja nicht gut gehen. Aber es kam wie es kommen musste: mein Charme bestand gegen die geballte Leistung von mehreren absolvierten ganzen und noch zahlloseren halben Marathonläufen. So verlief der erste Kontakt mit der Familie äußerst angenehm.

Trotzdem packte mich der Ehrgeiz wenigstens an dem jährlichen Arnstädter Citylauf – Regeltermin im Kalender der Sporties (Katholische Laufjugend Arnstadt) – über 10 km teilzunehmen. Nach nicht all zuviel Training war es dann auch schon soweit,  am Vorabend zum Lauf wollte ich noch großspurig wissen wer denn der Langsamste aus der Familie sei, um mir ein möglichst realistisches Ziel zu setzen.  Leider hatte ich mit einer Zeit von 55:25 Min für die 10 km keine Chance den Geforderten, der mit einer Zeit von 49:22 Min seinen persönlichen Rekord aufstellte, zu schlagen. Trotzdem hatte ich viel Spaß und war auch stolz, auf meinen ersten gewerteten 10 km Lauf.

Gleichzeitig hielt ich aber meine Leistung für erbracht und konzentrierte mich wieder auf Pizza, Bücher und Computerspiele. Bis eines Tages im Jahr 2011 auf einer Läuferparty – auch ohne an den Läufen teilzunehmen kam ich gerne auf die Parties – zu fortgeschrittener Stunde folgende Wette/Forderung/Idee entstand:

Keno, unsere Schwester darfst du erst fragen ob sie dich heiraten will, wenn du wenigstens den halben Marathon auf dem Rennsteig gelaufen bist!

Ob es der falsche Übermut aufgrund der bis dahin schon vernichteten Bierreserven war, oder was auch immer, auf alle Fälle war meine Antwort:

Jap, dass mach ich nächstes Jahr und zwar in unter 2 Stunden.

….Ein Mann ein Wort: diesmal deutlich deutlich deutlich intensivere monatelange Vorbereitung führte zu meinem bisher stolzesten Moment in sportlicher Hinsicht. Am 12.05. 2012 schaffte ich es die 21,1 km am Rennsteig in 01:58:57 h zu bezwingen.

Rennsteiglauf

Beschwingt von diesem Erfolg und aus der Erfahrung heraus gerne auf Ziele hinzuarbeiten, habe ich mich diese Woche für den Marathon am Rennsteig angemeldet und ebenfalls habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen meinen ersten Triathlon (olympische Distanz) in Hamburg zu absolvieren. Mit Diesem Blog will ich euch an meiner Vorbereitung und meiner Entwicklung teilhaben lassen, selbstverständlich mit den Ergebnissen der zwei großen Zielen.